
Ganz ehrlich, es war und ist ein verrückte Idee, in Tschlin Bier zu brauen. Verrückt im Sinne von «aus der Mitte üblicher Pläne herausgerückt». Tschlin hatte keine unmittelbare Biertradition, das Engadin eine unbedeutende. In Tschlin hatte man schon früher Getreide, u.a. auch Gerste angebaut. Da liegt es eigentlich recht nahe Bier zu brauen.
Letzten Endes ist es unbedeutend, warum, mit welcher «weisen Voraussicht», mit welcher «Tollkühnheit» oder gar «Fahrlässigkeit» die Gründer ans Werk gingen. Tatsache ist,
dass sie es taten, dass sie Gemeinde und Aktionäre für die «Bieridee» begeisterten und dass sie erfolgreich waren.
Auf die Frage Warum? ist noch eine andere Antwort zu geben, nämlich über Zwecke der heutigen Bieraria:
Tschlins immer besserer Ruf und nachhaltig Arbeit für Tschlinerinnen und Tschliner sind für uns höhere Zwecke als überdurchschnittliche Dividende und Aktienwert. Allerdings gilt: Wenn Image und Arbeit in Tschlin nachhaltig sein sollen, muss das mit einem wirtschaftlich gesunden Unternehmen geschehen. Daran arbeiten wir.
Diese Grundgedanken meinen wir mit unserem Leitsatz:
«Tschliner Bier kommt aus Tschlin.»